Moderation

 

 

In zehn Berliner Regionen werden die Entwicklung und Umsetzung von lokalen integrierten Strategien mit Bundesmitteln gefördert. Das Land Berlin hat im Rahmen des Landesprogramms »respectABel« dabei die Aufgabe übernommen, die Projektträger bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Lokalen Aktionspläne in verschiedenen Phasen zu begleiten und zu coachen. Deshalb sind wir heute hier, gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung hat Respectabel zu der Tagung eingeladen. Die meisten von ihnen haben schon heute Nachmittag an den Workshops teilgenommen, deshalb wollen auch wir auf dem Podium gleich mit der Diskussion beginnen, der Vortrag von Herrn Professor Heitmeyer hat ja Impulse und Stoff genug gegeben.

 

Tanja Berg ist Diplom-Politologin, seit Jahren arbeitet sie im Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, kann aber auf eine sehr viel längere Erfahrung in politischen Jugend- und Erwachsenenbildung zurückgreifen, in der sie seit 15 Jahren aktiv ist, mit Schwerpunkten in der nicht-rassistischen Bildung, Demokratieerziehung, auch in der historisch-politischen Bildung zum Nationalsozialismus. Sie sind also eine „Frau der Praxis“, welche Form der Unterstützung wünschen Sie sich von der Politik?

 

 

 

 

Dr. Susanne Kitschun ist ganz jung in der Berliner Landespolitik, nämlich seit dem 1. Dezember 2006 im Abgeordnetenhaus, integrationspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Aber vorher hat sie schon reichlich politische Erfahrungen gesammelt, als Juso-Sprecherin, als Landesparteitagsdelegierte, als Bezirksverordnete in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, als Migrationspolitische Sprecherin.

Aus der Sicht der Parlamentarierin …

 

 

 

 

Wolfgang Penkert, auch wenn Sie heute als Vertreter der Berliner Landesregierung hier sind, wir haben ja eben Ihr Grußwort gehört, möchte ich Sie trotzdem als „Mann der Praxis“ bezeichnen, Sozialarbeiter und Diplomsoziologe, viele Jahre als Drogenbeauftragter tätig gewesen, aber genauso viele Jahre auch schon wieder von der Droge weg, nämlich seit 1993, und seit nunmehr 6 Jahren sind Sie Leiter der Abteilung Jugend und Familie in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

 

 

 

Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, den meisten hier wohl bekannt, nicht nur durch seine Vorträge, auch durch seine zahlreichen Veröffentlichungen, besonders auch durch die Langzeitstudie „Deutsche Zustände“, deren 5. Folge im Dezember 2006 erschienen ist.

 

 

 

 

 

 

Probleme

 

Ø     Viele Akteure, fehlende Rollenklärung, mehrer Ebenen sind miteinander verschränkt

Ø     Wer wird in die Aktionspläne integriert, z.B. Opfer?

Ø     Wie wird Transparenz gewährleistet, wie wird informiert?

Ø     Rechtsextremismus ist kein Jugendproblem

Ø     3 Säulen: 1) Entwicklkung integrierter lokaler Strategien, 2) Modellprojekte: Jugend, Bildung, Beratung, 3)Steuerung, Kommunikation, Bündnisse, Evaluation, Forschung

Ø     Zeitplan: Startphase Herbst 2006, Erste Umsetzungsphase ab 1/2007 bis 12/2011, zum 1.1.2007 sollen erste Projekte starten, Auswertungsphase permanent.